Geißlingen

Die Pfarrei St. Katharina Geißlingen gehörte von 2007 bis 2011 zur Seelsorgeeinheit Klettgau und ist seither in der großen SE Klettgau-Wutöschingen integriert. 
Sie hat 612 Mitglieder (Stand Schematismus 2013).


Pfarrkirche St. Katharina außen

 
Pfarrkirche St. Katharina innen
Mesner: Dieter Silberzahn Telefon: 07742/919228

In Geißlingen gibt es zwei Gebäude, die zur Pfarrei gehören, die Kirche St. Katharina und das Pfarrhaus.

Geschichte

876 wurde Geißlingen urkundlich erstmals erwähnt (der Name bedeutet "bei den Angehörigen des Gisilo"). Es kam damals an das Kloster Rheinau. Das Dorf mit rund 950 Einwohnern liegt als westlichster Ortsteil der Gemeinde Klettgau an einem Südhang. Geißlingen gehörte, soweit dies historisch festzustellen ist, schon immer als Filialkirche zu Grießen.

An der Kirche findet sich zwar die Jahreszahl 1618 über dem Eingang aber die jetzige Kirche wurde 1820/21 erbaut und gleichzeitig ein Leichenacker angelegt.

Am 20. Dezember 1821 wird dem Pfarrer von Grießen die Verpflichtung auferlegt in Geißlingen den Gottesdienst nach bestehendem Herkommen abzuhalten. Ab 29. September 1829 wurde der Pfarrer von Grießen zu Sonn- und Feiertagsgottesdienste verpflichtet. Am 14. Februar 1834 entschied das Erzbischöfliche Ordinariat, dass auch während der Karwoche und an Fronleichnam Gottesdienste in Geißlingen statt zu finden haben. Damit diese Auflage umgesetzt werden konnte, wurde die Pfarrei Grießen zu einer dauernden Anstellung eines Vikars verpflichtet.

Am 27. Juli 1896 reichte der Stiftungs- und Gemeinderat ein Gesuch zur Erhebung ihrer Filialkirche zu einer Pfarrei bei dem Erzbischöflichen Ordinariat ein. Am 10. November 1898 kam als erster Kurat Karl Gänshirt nach Geißlingen. Dadurch wurde die bisherige Filialkirche Geißlingen von der Mutterkirche Grießen getrennt

Im Dezember 1901 wurde das Pfarrhaus fertig gestellt.

1909 sind alle Voraussetzungen für die Erhebung der Kuratie Geißlingen zu einer selbstständigen Pfarrei erfüllt. Die Zustimmung wurde am 26. August 1909 vom Land erteilt. Seit dem 13. August 1910 ist Geißlingen mit Zustimmung des Bischofs eine eigenständige Pfarrei.

Ab dem 01.11.1958 wurde die Pfarrgemeinde Geißlingen wieder vom Pfarrer in Grießen mitbetreut. Jedoch hatte sie das Glück, dass einige Geistliche ihren Altersruhesitz im Pfarrhaus in Geißlingen nahmen und das christliche Leben mitgestalteten.

Im 2. Weltkrieg mussten auch die Glocken aus Geißlingen abgegeben werden. Am Freitag, den 25. August 1950, wurden neue Glocken im feierlichen Zug am Ortseingang abgeholt und am Sonntag, den 27. August 1950 war Glockenübergabe und Glockenweihe durch Dekan, Geistlichem Rat Karl Armbruster aus Obereggingen.

1962- 1963 Innenrenovation der Pfarrkirche St. Katharina. Zudem wurde das Dach neu eingedeckt und die Außenwände der Kirche verschönert. Dabei wurden die in Farbe gehaltenen Fenster durch helle Glasfenster ersetzt, da sie dem neu-klassizistischen Stil besser entsprachen. Die Altäre wurden im Holzton mit reichlich Goldverzierung gefasst, ebenso die zahlreichen Altarfiguren. Die Innenwände der Kirche wurden weiß gestrichen und die schönen Malereien dadurch überdeckt.

Am 19. November 1967, Volkstrauertag, wurde das neue Gefallenenehrenmal auf dem Friedhof eingeweiht. Die Gestaltung und Errichtung dieses Werkes lag in den Händen des Bildhauers Albert Weißenberger, aus Geißlingen.

Von Oktober 1969 bis Oktober 1971 wohnte Ehrendekan, i. R. Geistlicher Rat Karl Armbruster im Pfarrhaus Geißlingen.

Von Oktober 1972 bis 1990 lebte Dekan i. R. Geistlicher Rat Emil Kiesel dort. Ihm wurde vom Herrn Erzbischof in Freiburg die Verwaltung der Pfarrei in Geißlingen übertragen und später, am 1.1.1979, dazu noch die Verwaltung der Pfarrei Baltersweil.

1972 wurde die Einsegnungshalle ihrer Bestimmung übergeben.

1977 konnte Dank des Einsatzes von Dekan Kiesel zum ersten mal eine Firmung in Geißlingen durch Abt Ohlmeier durchgeführt werden. Weitere Firmungen gab es 1981 durch Weihbischof Gnädinger und im Jahre 1983 durch Bischof Kalata.

1978 Innenrenovation der Kirche mit neuen Kirchenbänken und Wiederherstellung der ursprünglichen Malereien an Decke und Wänden (Wie vor der Renovation 1962). Großzügige Spenden aus der Geißlinger Bevölkerung trugen zur Finanzierung bei.

Juni 1986 Außenrenovation der Pfarrkirche. Viele Spenden und freiwillige Helfer aus der Gemeinde trugen zur Einsparung einer ordentlichen Summe bei.

Am 19. 05. 1990 verstarb Dekan i. R. Kiesel in Geißlingen.

Von 1990 – 1995 war Pfarrer Bruno Bläß für Pfarrgemeinden Bühl, Geißlingen und Grießen zuständig.

Ende 1995 Umbauarbeiten des Pfarrhauses. Das Erdgeschoß für die Belange der Pfarrei, das Obergeschoß als Mietswohnung mit einem separaten Eingang.

In der Zeit von 1995 bis 2005 war Pfarrer Josef Moser der zuständige Seelsorger für die drei Pfarreien.

2002 Innenrenovation der Kirche St. Katharina

Als Pfarradministrator wirkte Pfarrer Godo Ganz von 2005-2007.

2007 Zusammenschluss mit den Pfarrgemeinden Maria Himmelfahrt Bühl,

St. Georg Erzingen und St. Peter und Paul Grießen zur Seelsorgeeinheit Klettgau

Im Oktober 2007 wird Pfarrer Thomas Mitzkus Leiter der Seelsorgeeinheit Klettgau.

2008 – 2009 Innen- und Außenrenovation des Pfarrhauses

 

Pfarrhaus vor der Renovation